Tarifvertrag für den öffentlichen dienst vka 2020

Im Allgemeinen waren gewerkschaftliche Ansichten über Sparmaßnahmen und Prozesse der Arbeitsbeziehungen in der zentralen öffentlichen Verwaltung kritisch. Die Sparpolitik hat die Arbeitsbeziehungen in diesem Sektor stark belastet, da viele Gewerkschaften Lohnstopps oder Kürzungen, Personalabbau und Änderungen der Bedingungen (insbesondere Renten) und Erhöhungen des Rentenalters kritisieren. Unterschiede gibt es auch in der Stärke zentralisierter Tarifverhandlungen. In einigen Ländern mit formellen Tarifverhandlungen, wie Frankreich, Italien, dem Vereinigten Königreich und Spanien, gibt es entweder Tarifverträge, die nicht rechtsverbindlich sind, oder es gibt bestimmte Gruppen von Arbeitnehmern in der zentralen öffentlichen Verwaltung, die von den Vereinbarungen ausgeschlossen sind, und das Recht auf Tarifverhandlungen ist für Angestellte und Beamte unterschiedlich geregelt. In einigen Ländern, wie Frankreich, können Verhandlungen gelten, aber die Ergebnisse sind für den Staat nicht rechtsverbindlich. In anderen Ländern gelten Tarifverträge nur oder hauptsächlich auf zentraler Ebene, z. B. in Belgien oder auf lokaler Ebene, z. B. in Spanien und Litauen, oder sogar nach Abteilungen, wie z. B.

im Vereinigten Königreich. In der Tschechischen Republik und Litauen haben Tarifverhandlungen nur einen begrenzten Spielraum und können nur auf dezentraler Ebene stattfinden. In der Slowakei ist der Umfang der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst im Vergleich zum privaten Sektor in gewissem Maße immer enger und begrenzter. Sparmaßnahmen hatten erhebliche Auswirkungen auf die Entlohnung und die Bedingungen der Beschäftigten der zentralen öffentlichen Verwaltung. Dieser Bericht stellt fest, dass die meisten Länder Lohnbeschränkungen, Lohnstopps oder Lohnkürzungen erlebt haben. Die Kürzungen in den Rentensystemen waren auch aufgrund einer Kombination aus Haushalts- und demografischem Druck weit verbreitet. Achtzehn Länder haben das Rentenalter erhöht, und zehn länderhaben den Anspruch auf Vorruhestand. Die meisten Länder, die nach 2008 keine Rentenreformen eingeführt hatten, hatten bereits vor der Krise ähnliche eingeführt.

In der Hälfte der Länder, in denen in diesen Bereichen Sparmaßnahmen durchgeführt wurden, entsprachen die Veränderungen dem öffentlichen Sektor insgesamt; in der anderen Hälfte wurden die zentrale öffentliche Verwaltung der Länder – und insbesondere Arbeitnehmer mit dem Status eines öffentlichen Dienstes – für spezifische Maßnahmen ins Visier genommen. In einigen Ländern glauben die Gewerkschaften nicht, dass Sparmaßnahmen die Prozesse der Arbeitsbeziehungen beeinflussen werden. Der Grund dafür ist, dass es an sich keine Sparmaßnahmen gegeben hat oder weil sie der Ansicht sind, dass Sparmaßnahmen keine besonderen Auswirkungen auf die Arbeitsbeziehungen in der zentralen öffentlichen Verwaltung haben, wie in der Slowakei.